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Geschichte

"Good morning, Sir!"

Der Kellner strahlte über das ganze Gesicht. Ich hatte das Gefühl, als sei deser Mann heute nur für mich aufgestanden.

Mit leuchtenden Augen sah er mich an.

 

"Coffee?"

Ja, gerne Kaffee. Die Konferenz in London war spannend. Heue begann der dritte und letzte Tag.

 

Ich bin nicht der Typ, der morgens um halb neun schon die ganze Welt umarmen könnte. Aber diese Truppe hier am Frühstücksbuffet des Kongresshotels steckte mich mit ihrer Fröhlichkeit sofort an.

 

"Coffe for you, Sir!"

Der Kellner war so um die 30 und kam aus Jamaika. Oder jedenfalls war ich in dem Moment überzeugt, er käme aus Jamaika. Er reichte mir den frisch zubereiteten Kaffee, als wäre dies sein persönliches Geschenk für mich.

 

"Have a nice day!"

Dieser Satz weckte dann doch meinen Widerspruchsgeist! Klar würde ich einen schönen Tag haben. Ich schon. Die Konferenz machte Spaß. Er dagegen müsse hier den ganzen TAg Kaffee machen und zu allen nett sein. Ziemlich mies, oder?

 

"Oh no, Sir!"

Der Kellner aus Jamaika - oder von wo auch immer - widersprach mir heftig. Er würde einen genauso schönen Tag haben wie ich, versicherte er, und strahlte dabei wie ein Röntengerät. Denn er sei den ganzen Tag dafür da, dass Leute wie ich sich wohl fühlten. Das sei auch eine Berufung, sagte er stolz.

 

Ich lächelte zurück. Jetzt hatte ich nicht nur gute Laune, sondern war auch beeindruckt.